Urvertrauen

Inhaltsverzeichnis

• 1 – Und doch ein Vorwort
• 2 – Verblendung
• 3 – Nur das Herz sieht …
• 4 – … die Wahrheit
• 5 – Größer denken
• 6 – Die Sterne sprechen
• 7 – Sicherheit und …
• 8 – … Abenteuer
• 9 – Gott, Himmel, Fegefeuer und Hölle
• 10 – Schöpfung
• 11 – Heimat
• 12 – Bewusstwerdung
• 13 – Die lange Reise
• 14 – Segel und Steuer
• 15 – Wiedergeboren
• 16 – Sehnsucht und Abscheu
• 17 – Rhythmen
• 18 – Wahrnehmung
• 19 – Karma, Belohnung und Strafe
• 20 – Mich, sie – lieben
• 21 – Gott liebt mich?
• 22 – Felder
• 23 – Noch vor der Geburt
• 24 – Evolution und Vererbung
• 25 – Eigenverantwortung
• 26 – Geborgen, lebendig und             ihre Trittbrettfahrer
• 27 – Die neue Kommunikation
• 28 – Hilfsmittel Sprache
• 29 – Richtig und falsch
• 30 – Schuld
• 31 – Glück und Angst

• 32 – Werte
• 33 – Das unsichtbare Gefängnis …
• 34 – … und der Weg hinaus
• 35 – Verstandesvertrauen
• 36 – Geist beherrscht Materie
• 37 – Zukunft, Karten, Channeln
• 38 – Hilfe und Feindschaft             von Drüben
• 39 – Paradigmenwechsel
• 40 – Anteile
• 41 – Das Dunkel
• 42 – Empathielos
• 43 – Sucht!
• 44 – Urvertrauen
• 45 – Heilung
• 46 – Wut, Angst und ihre Brüder
• 47 – Täuschung
• 48 – Zuhören
• 49 – Wunder
• 50 – Herausforderung
• 51 – Fokus
• 52 – Aufstellen
• 53 – Maly-Meditation
• 54 – Schamanische Arbeit
• 55 – Anteile integrieren
• 56 – Neue Landkarte
• 57 – Licht sein
• 58 – Neuer Alltag
• 59 – Zukunft
• 60 – Kompakt
• 61 – Über den Autor
• 62 – Im Text genannte Bücher

Leseprobe

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1 Und doch ein Vorwort

Ich persönlich mag Prologe nicht, aber Reaktionen von Testlesern veranlassen mich nun doch dazu, eines vorne dran zu hängen. Vielleicht ist es ja auch gut, dass Sie gleich erfahren, was Sie erwartet.

Beziehungsweise zuerst, was Sie nicht erwartet.

Dieses Buch ist keine wissenschaftliche Abhandlung und Sie werden sehr wenige Quellen finden, mit denen ich meine Aussagen belege. Genau genommen sind es gar keine Belege für Aussagen, sondern Hinweise auf andere Werke, die Teilen meiner persönlichen Weltsicht entsprechen oder die sich in die Sicht einfügen beziehungsweise sie ergänzen.

Auch keine philosophische Abhandlung über unsere Welt erwartet Sie hier.

Schlussendlich werden Sie auch auf keine psychologische Anleitung stoßen, wie man zu Urvertrauen gelangt.

 

Was aber darf ich Ihnen dann anbieten?

Sicher hören Sie auch immer wieder aus Büchern, Videos und in Gesprächen das Wort ›Bewusstsein‹. Man solle bewusst werden. Schön und gut. Aber was ist das: ›bewusst sein‹ …? Irgendwie scheint das Wort doch mit ›Wissen‹ zusammenzuhängen. ›Bewusst sein‹ scheint aber nichts weniger als das, sondern wie eine vage Verbindung zu etwas tief in uns innen drin zu sein, von dem aber niemand sagen kann, was es ist. Da wird von dem höheren Selbst gesprochen, vom Wachsein im Gegensatz zum Schlaf, von komplexen neurophysiologischen Prozessen oder einfach nur von der Eigenwahrnehmung. Wo kommt bei all den Erklärungen aber das vor, was das Wort ›Wissen‹ beinhaltet? Meiner ganz persönlichen Ansicht nach können wir nur dann wirklich bewusst sein, wenn wir wissen. Und dabei als Erstes um unsere Herkunft, unser globales Ziel – als Individuum ›Mensch‹ – und unser ganz persönliches Ziel, also unsere aktuelle Aufgabe; und vor allem auch um den Sinn des ganzen Spektakels ›Leben‹. Von diesem Wissen sind wir meilenweit entfernt. »Weil wir es nicht erlangen können, denn das kann niemand«, werden Sie nun vielleicht denken. Ich wage, dagegen zu setzen, das wären nur faule Ausreden. Wir können sehr wohl, wenn wir nur wirklich wollen. Das allerdings ist nicht so sehr bequem, weil wir in der Folge gezwungen sind, unsere Werte zu hinterfragen – und dann auch noch Konsequenzen daraus zu ziehen. O-o, wer will denn das wirklich?

Wenn Sie dazu nicht bereit sind, dann lesen Sie bitte nicht weiter. Denn was Sie lesen werden, wird Sie in manchen vagen Vermutungen bestärken, wird Sie aber eventuell vor den Kopf stoßen. Es wird Sie in jedem Fall verwandeln. Außer Sie sagen, das, was Ihnen begegnen wird, wäre Quatsch. Doch dann lesen Sie ohnehin kaum weiter, geschweige denn bis zum Ende.

Eines ist immerhin sicher: Meine Aussagen sind alles andere als vage spirituelle Vermutungen. Ich möchte sie im Gegenteil als wissenschaftlich bezeichnen. Wenn Sie am Ende angelangt sind, werden Sie das in diesem Sinne sicher bestätigen: »Wissenschaft ist eine forschende Tätigkeit auf einem Gebiet, die neue Erkenntnisse schafft« beziehungsweise »Die Wissenschaft ist das konzentrierte Ergebnis produktiven schöpferischen Denkens und Handelns« (beide www.dwds.de). Allein daraus lässt sich der Irrtum erkennen, es bräuchte für wissenschaftliche Erkenntnisse physische Beweise – wie man uns gerne weismachen möchte. Das ist allein deshalb unlogisch, weil die Quantenphysik uns mittlerweile lehrt, dass es mehr gibt als das Sicht- und Messbare. Es geht in diesem Buch nicht um Glauben, sondern um Wissen – auch wenn Ihnen diese Behauptung vorerst kühn erscheinen mag.

 

Zeitlebens war es meine Gewohnheit, für Problemlösungen einen Blick in die großen Zusammenhänge zu werfen. Sie konnten gar nicht groß genug sein, sodass sich letzten Endes für mich als Grundlage für alle Überlegungen das ergab, was tatsächlich auch die Grundlage von allem ist: Die mystische Quelle, aus der alles entstanden ist und von der es weiterhin am Leben erhalten wird. Nennen Sie es, wie Sie es gewohnt sind, sei es ›Die Quelle‹, ›Der Ewige‹, Gott, Allah, Brahman, Adonaj, Elohim, Jahwe, Prussi, Kheda, Goezur oder Xian. Hauptsache, Sie haben einen möglichst passenden Bezug dazu. Geht man von dort oben aus abwärts, so erschließt sich einem die ganze Schöpfung auf wunderbar einfache Weise. Beim umgekehrten Weg hingegen verirrt man sich sehr schnell in einem unendlich komplexen Gewebe, wodurch man schnell die Übersicht, den Mut und zu guter Letzt die Motivation zum Verstehen verliert. Dann bleibt einem nichts anderes übrig, als sich irgendeiner Glaubensrichtung anzuschließen, wobei selbst das so gut wie nie eine bewusste Entscheidung ist. Damit aber legt man sich in ein eventuell bequem erscheinendes Bett und verliert jeden Beweggrund, weiter zu suchen – und verliert damit seine Selbstbestimmung.

Nun fragen Sie sich vielleicht, wie ich dazu komme, über solche Themen etwas zu wissen – schließlich ist etwa die Frage nach dem Sinn des Lebens eine, an der sich die Philosophen schon seit Jahrtausenden die Zähne ausbeißen. Meine Antwort darauf ist schlicht: Tief in meinem Inneren weiß ich tatsächlich, dass es so ist, wie ich es beschreibe. Und diese Gewissheit nimmt auch noch fast täglich zu. Aber das ist weder gechannelt noch habe ich große hellseherische Fähigkeiten. Ich habe viel gelesen, gehört und beobachtet und habe meine Fähigkeit der inneren Wahrnehmung gut entwickelt. Zugegeben hatte ich das Glück, Grundlegendem und Hilfreichem zu begegnen, die für meinen Weg notwendig waren. Wie Sie später lesen werden, steht jedem von uns mit dem Werkzeug der inneren Wahrnehmung etwas zur Verfügung, das uns blitzschnell erkennen lässt, ob das, mit dem wir gerade zu tun haben, stimmig ist oder nicht. Natürlich werden Sie auch hören, was ich unter ›stimmig‹ verstehe. Diese Sicherheit ist etwas Selbstverständliches, das sich aus dem tiefen Verlangen heraus entwickelt, zu verstehen. Sie werden ebenfalls lesen, warum es gar nicht anders sein kann; denn diese Sehnsucht ist dem menschlichen Geist eingeboren.

 

Weil es sehr viele Menschen gibt, die allem ›Jenseitigen‹ gegenüber skeptisch sind, also dem, was man nicht sehen und messen kann, möchte ich an dieser Stelle einen Neurochirurgen zu Wort kommen lassen, den seine Arztkollegen seiner sehr seltenen Art einer Meningitis wegen als hoffnungslosen Fall abgeschrieben hatten: Dr. med. Eben Alexander. Als ersten Eindruck können Sie sich auf Youtube das Video Die Reise eines Neurochirurgen ins Jenseits – Eben Alexander im Gespräch ansehen und dann, wenn es Sie interessiert, sich auch seine Bücher ansehen und bei Gefallen lesen – es lohnt sich schon deshalb, um einmal Erfahrungsberichte darüber zu erhalten, wie es sich denn ›drüben‹ so lebt. Alexander war ein typischer wissenschaftlich ausgerichteter Schulmediziner, für den das Bewusstsein seinen Sitz im Gehirn hat und verschwindet, sobald man stirbt. Durch seine ausführliche Nahtoderfahrung, von der er in seinem Buch Blick in die Ewigkeit berichtet, hat sich für ihn alles auf den Kopf gestellt.

In seinem Interview sagt er unter anderem, dass Erinnerungen nicht im Gehirn gespeichert werden, sondern es vielmehr lediglich ein Filter wäre, was aus einem Allbewusstsein zu unserem persönlichen Bewusstsein durchgelassen wird; nebenbei: Man kann dieses Spektrum etwa durch Meditation erweitern. Er sagt unter anderem in dem Video: »… die gute Nachricht an all dem, dass das materialistische Weltbild falsch ist, also dass nur die physische Welt existiert und dass, wenn unsere Körper sterben, das Bewusstsein erlischt. Das ist falsch. Es stimmt einfach nicht. Die moderne Wissenschaft ist um Beweise bemüht. Aber jeder Wissenschaftler, der behauptet: ›Ach ja, das Gehirn erzeugt Bewusstsein, wenn Sie sterben, haben Sie kein Bewusstsein mehr‹, weiß nichts davon oder er ignoriert die vorhandene Literatur absichtlich.«

Nach dem, was Sie in dem vorliegenden Buch Urvertrauen erfahren werden, können Sie solche Erlebnisse in Zukunft ganz leicht einordnen. Sie werden aber auch erkennen, dass Aussagen – auch von sogenannten Medien – vager und oft unrichtiger werden, je weiter sie sich von unserer ›Realität‹ entfernen. Das ist der Tatsache geschuldet, dass man trotz allem im Einordnen und Verstehen üblicherweise nicht über seinen wahren Ursprung hinaus kann – aber dazu kommen wir noch. Deshalb sind wir für solches Wissen auf zuverlässige Quellen angewiesen, die das können. Ob diese Quellen tatsächlich glaubwürdig sind, dabei hilft uns unsere innere Wahrnehmung. Also kann alles, wenn man sich darauf einlässt, in sich schlüssig sein. So haben Sie nun eben auch gleich einen kleinen Ausblick auf das erhalten, was Ihnen auf den folgenden Seiten begegnen wird.

 

Abschließend noch, warum das Kapitel mit dem Namen des Buches erst so weit hinten kommt. Bitte springen Sie nicht gleich dorthin, die Position des Kapitels ist Absicht!

Urvertrauen kann jeder erwerben, selbst wenn man eine noch so traumatische Kindheitsgeschichte hinter sich haben mag – die Kindheit soll ja laut der Psychologie für das Urvertrauen zuständig sein. Um zu verstehen, warum das so ist, sind die Kapitel bis dorthin notwendig, weil sie langsam auf dieses Ziel hin aufbauen. Überhaupt bitte ich Sie, das erste Mal nicht querzulesen, sondern die Kapitel in der vorhandenen Reihenfolge aufzunehmen – wie gesagt: Sie bauen aufeinander auf.

Nun möchte ich Sie aus dem Vorwort entlassen und wünsche Ihnen nicht nur eine gute Zeit mit diesem Buch, sondern dass es Sie dabei unterstützen darf, ein Leben mit mehr innerer Sicherheit zu leben, das voll von Hoffnung und Zuversicht ist, egal, wie die Zeiten gerade sein mögen.

Martin Danesch
Im Juli 2021

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2 Verblendung

Die Wissenschaft hat uns das beschert, womit wir nun konfrontiert sind: die kalte Diktatur seitens weniger Mächtiger, die durch ausgefeilte Technik möglich geworden ist. Wenn Sie einen unbeeinflussten Blick auf die aktuelle Situation werfen, werden Sie merken, dass es gar nicht anders kommen konnte. Lassen Sie uns diesen Blick gemeinsam tun.

Der Mensch hat zwei herausragende Fähigkeiten. Wie alle einem Yin und Yang zuordenbaren Gegensätze sollten auch sie im Gleichgewicht sein.

Die eine der Fähigkeiten ist unser Verstand. Seine Domäne ist die Wissenschaft. Wir sind in der Lage, Gebäude von atemberaubender Höhe mit über 800 Metern zu bauen – der Burj Khalifa in Dubai ist 830 Meter hoch – und eine Bibliothek von einer Million Büchern auf einem daumengroßen Stick zu speichern. Wen nimmt es da wunder, wenn man den Verstand, der dermaßen Unglaubliches zustande bringt, auf einen goldenen Sockel stellt?

Und dann ist da noch das andere. Zugegeben, es ist wohltuend, lindert Schmerz, lässt Herzen sich öffnen. Aber hey, was ist das im Vergleich zu einer Rakete, die einen in den Weltraum bringt, wodurch man die Erde als den Blauen Planeten wahrnehmen kann? Ist dieses andere wirklich so … na ja, nett, aber nicht wirklich wichtig? Die Menschlichkeit zeigt sich mir zurzeit wie ein verschüchtertes Kind, das sich artig im Hintergrund hält, solange die Erwachsenen reden.

Ja, so weit sind wir tatsächlich gekommen in unserer Verstandesüberheblichkeit. Wir haben es tatsächlich fertiggebracht, dass nur das zählt, was man messen und über das man Gutachten schreiben kann. Das, was man als Menschlichkeit bezeichnet, ist degradiert zu einem Nice-to-Have auf dem Level einer elektrischen Brotschneidemaschine. Es ist so unwichtig geworden in unserer Gesellschaft, dass es im schlechtesten Fall gar nicht wahrgenommen wird und im besten zu Ärzten ohne Grenzen oder einer gefüllten Kirche führt. Weiter nicht und schon gar nicht einen Stellenwert erhält, der gegenüber dem Verstand so etwas wie Gleichgewicht bedeutet.

Mit anderen Worten: Wir haben unsere Wurzeln verloren. Oder vergessen, aber das ist auch nicht besser.

Haben denn alle vergessen, dass wir geistige Wesen sind, aus deren Heimat Sicht das, was wir hier so begeistert feiern, so nett aber auch so unwichtig ist wie ein Schiffchen aus Papier?

Es geht nicht um Menschlichkeit oder, wie man gehobener sagt, um Humanität. Allein wenn ich dem eben geschriebenen Satz nachfühle, wird mir übel vor so viel Überheblichkeit und Dumm-Schlauheit. Klug wird darüber gesprochen, wie man Menschen in der Dritten Welt helfen kann, was man für die Umwelt tun kann (die man vorher selbst zugrunde gerichtet hat), ob soziale Marktwirtschaft besser wäre als Neoliberalismus. Wissen Sie, wie mir das vorkommt? So wie dieser Witz:

Zwei Frauen treffen sich, die eine fragt die andere:

»Sag mal, wie macht ihr das, dass ihr eine so tolle Ehe führt?«

»Ganz einfach: Mein Mann entscheidet, was wichtig ist, und ich darf dafür die unwichtigen Dinge entscheiden.«

»Und das ist für dich okay?«

»Aber natürlich! Schau: Er entscheidet, wer der nächste Präsident wird, wie man die schnittigsten Autos baut und welche Fußballmannschaft gewinnt. Ich hingegen entscheide, wo und wie wir wohnen, wie wir unsere Kinder erziehen, was wir essen und wie wir miteinander umgehen.«

Nein, das ist gar nicht witzig, aber es ist wahr.

Wissen Sie, was herauskommt, wenn man Intelligenz von Empathie trennt? Unmenschlichkeit.

An dem, wie aktuell die Eliten unserer Erde, die wenigen Finanzmächtigen, mit dem Rest der Welt umgehen, können wir das sehr einfach erkennen. Um es besser sichtbar zu machen, lassen Sie mich die beiden Optionen gegenüberstellen.
Aktuell, wie es ist:

Wenige Menschen (eine wirklich erschreckend geringe Anzahl) wollen uneingeschränkt über den Rest der Menschheit bestimmen. Sie wollen entscheiden,

wer berechtigt ist zu leben und wer nicht, denn wir sind angeblich zu viele Menschen. Sie wollen alle Menschen impfen, ob die wollen oder nicht. Diese Agenda soll mit aller Härte erpresst werden – angeblich natürlich nur zum Wohl der Untertanen. Dass sie mit ihrem schier unfassbaren Vermögen auf einen Schlag den Hunger auf der Welt beenden könnten, interessiert sie nicht, sie wollen vielmehr auch noch den Rest der Menschheit enteignen, selbst alles besitzen und es dann gnädig verleihen. Natürlich nur an die, die ihnen wohlgefallen, indem sie ihre Regeln befolgen. Auch das alles nur zum Wohl aller Menschen, denn Besitz macht nur unglücklich.

So sollte und könnte es sein:

Jeder Mensch erhält die bestmöglichen Voraussetzungen, um seine Fähigkeiten und Stärken individuell zu entwickeln, um ein glückliches Wesen zu werden, das mit sich, den anderen und der gesamten Umwelt in harmonischer, gegenseitig befruchtender Weise lebt.
Spüren Sie die unglaublich unterschiedliche Energie dieser beiden Absätze?

 

Wir befinden uns derzeit an einem Scheideweg. Wir, und damit meine ich jeden Einzelnen von uns, müssen uns entscheiden, welchen der beiden möglichen Wege wir wählen wollen. In der Vergangenheit war es für uns nicht einfach, diese Entscheidung zu treffen, denn wir waren viel zu sehr in unseren Alltag eingebunden und mit anderen Problemen und Problemchen beschäftigt.

Die aktuelle Krise, so unangenehm sie auch wirken mag, ist ein, nein der Weckruf für uns alle, uns zu entscheiden, wohin wir in Zukunft gehen wollen – und damit, wohin es gehen soll. Es liegt nicht an den Regierungen oder den anderen Mächtigen, wie sich unsere Welt in Zukunft gestalten wird. Denn die Mächtigen nehmen sich nicht die Macht, sondern wir geben sie ihnen.

Nein, es liegt ausschließlich an jedem einzelnen Menschen. An mir, an Ihnen, an all Ihren Freunden, Verwandten und Bekannten, an allen Menschen unserer Länder und Kontinente und der gesamten Erde. Es geht nicht darum, dass einige wenige für uns entscheiden, was für uns besser ist, sondern darum, dass ein jeder von uns sich selbst entdeckt, sich seiner Einzigartigkeit bewusst wird und vor allem sich dazu bereit erklärt, für diese, seine Einzigartigkeit auch einzustehen – unter Rücksichtnahme auf die Einzigartigkeiten der anderen.
Die Zeiten, in denen für uns entschieden werden konnte, sind vorbei. Zugegeben, es ist bequem, wenn man zu einem Arzt laufen kann, um sich heilen zu lassen, Politiker hat, die für ein funktionierendes Staatswesen sorgen, Menschen, die für einen eine gesundheitliche und soziale Grundversorgung aufbauen, Chefs, die die Firma leiten, in der man arbeitet – Männer hat, die bestimmen, was wichtig ist.

Nur leider widerspricht das alles dem Sinn, warum wir hier auf dieser Erde leben.

Dass es zu so einem Chaos kommen konnte, liegt lediglich daran, dass wir uns verloren haben – ich, Sie, Ihre Verwandten und Bekannten, alle Menschen unserer Länder, Kontinente, der ganzen Erde. Wir haben vergessen, warum wir hier sind und was wir sollen. Verwundert es dann, wenn wir unbewusst ständig auf der Suche sind nach Leitbildern, die uns sagen, wo es lang gehen soll?

Doch das ist nicht der Sinn der Sache, die Leben heißt!

Der Sinn liegt darin, dass wir bewusste Menschenwesen sein wollen, die in jedem Moment bewusst tun, was sie tun, stimmig für sich und ihre Umgebung. Allerdings ist die Voraussetzung dafür, dass wir wissen, was überhaupt ›stimmig‹ ist für uns und die anderen um uns herum. Und wir haben vergessen, dass wir das im tiefsten Grunde unseres Herzens wollen. So sind wir unablässig auf der Suche und wissen nicht, wonach.

Die Zeit des kindischen Spielens ist vorüber. Es ist an der Zeit, dass wir uns unserer Menschlichkeit bewusst werden, den Geist in uns erkennen und nach ihm leben, anstatt uns an glänzenden Glasperlen zu berauschen.

Dieses Buch soll Ihnen Wege dazu eröffnen. Es liegt ausschließlich an Ihnen, ob Sie es weglegen und als ›auch eine Möglichkeit‹ abtun, oder sich ernstlich mit dem Inhalt beschäftigen, der Ihnen den nötigen Überblick gibt, damit Sie als bewusstes und glückliches Wesen auf diesem Planeten leben können, egal, wo und in welcher Situation Sie sich auch momentan befinden mögen.